Auch die Ursache für das Feuer im „Hufeland-Bad“ wurde aufgeklärt

Brände entstehen durch technische Defekte, Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit. Nicht selten aber werden sie vorsätzlich gelegt – manchmal sogar, um ein Verbrechen zu verschleiern.
Was kann die Feuerwehr tun, damit bei den Löscharbeiten wichtige Indizien nicht verlorengehen; wie arbeitet die Polizei bei der Suche nach der Brandursache?
Diese und andere Fragen, standen im Mittelpunkt der Fortbildungsveranstaltung der Feuerwehr Bad Pyrmont zum Thema „Brandursachenermittlung“, zu der Stadtausbildungsleiter Klaus Vogt am Donnerstag, den 1. Dezember 2011, eingeladen hatte.
Der Erste-Kriminalhauptkommissar Axel Brünger, als Leiter des Fachkommissariats (FK) 1 bei der Polizeiinspektion (PI) Hameln-Pyrmont/ Holzminden zuständig für „Straftaten gegen Leben und Gesundheit, Sexualstraftaten und Branddelikte“, hatte hierzu einen interessanten Vortrag vorbereitet und beantwortete bereitwillig die Fragen der Feuerwehrleute.
Am Beispiel einiger Brände, die in den vergangenen Jahren im Bereich der PI Hameln-Pyrmont/ Holzminden für Aufsehen gesorgt hatten, erläuterte Brünger hierzu anschaulich und nachhaltig das Vorgehen der Brandursachenermittler.
Dabei bedienen sich die Ermittler u. a. neben hochsensiblen Ionisation-Detektoren, die bis in den Molekularbereich hinein Kohlenwasserstoffpartikel nachweisen, auch sogenannter „Mantrailer“, wobei es sich um speziell ausgebildete Spürhunde handelt. Oftmals – wie Brünger ausführte – sind es aber auch die althergebrachte Schaufel und der einfache Besen – gepaart mit der unverzichtbaren Routine und Hartnäckigkeit des ermittelnden Beamten – die den gewünschten Erfolg herbeiführen. Wie beispielsweise bei der Ermittlung nach dem Großfeuer am „Hufeland-Bad“ in Bad Pyrmont vor etwa 12 Jahren. Letztlich führten die akribischen, tagelangen Untersuchungen vor Ort zu dem Erfolg, den Ausbruch des Feuers nachvollziehen zu können.

Stadtbrandmeister Bitterling wies am Ende des Vortrags noch einmal darauf hin, wie wichtig es sei, dass sich Ermittlungsbeamte und Feuerwehrleute, z. B. auf Veranstaltungen wie dieser, persönlich kennenlernen.
Es sei richtig – so der Stadtbrandmeister – Feuerwehrleute für ermittlungsrelevante Ding im Einsatzgeschehen, wie beispielsweise eingeschaltete Elektrogeräte oder offenstehende Fenster und Türen, zu sensibilisieren. Darüber hinaus sei aber bei der Suche nach der Brandursache auch guter Teamgeist wichtig für eine erfolgreiche und zielführende Arbeit von Polizei und Feuerwehr.

Bad Pyrmont, 3. Dezember 2011
HBM Klaus Vogt/ Stadtausbildungsleiter

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